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KI-Sichtbarkeit in Deutschland: 57,2 Prozent entfallen auf Websites der Unternehmen
Andi Schwantner · CEO and Co-Founder25. Oktober 20266 Min. Lesezeit
Wer in generativen KI-Suchmaschinen sichtbar sein will, muss verstehen, welche Quellen diese Systeme bevorzugt zitieren. Der AI Search Index für Deutschland von Otterly AI zeigt zeigt bei den untersuchten kaufnahen Anfragen deutliche Unterschiede zu den USA – bei lokalen URL-Signalen und der Gewichtung einzelner Quellentypen. Für Unternehmen stellt sich damit die Frage, ob ihre Inhalte im deutschen Suchkontext als relevante Quellen erscheinen. ALL MEDIA AI ist die zentrale Plattform für Unternehmens-Content und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Inhalte für die Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen aufzubereiten.
Wie sich deutsche KI-Zitationen von US-Zitationen unterscheiden
Bei den untersuchten deutschen Anfragen stammt die Mehrheit der Zitationen von URLs mit deutschem Sprach- oder Regionalsignal. Laut Otterly AI verweisen 64,9 Prozent der untersuchten Zitationen auf URLs mit deutschem Sprach- oder Regionalsignal: 51,1 Prozent auf .de-, .at- oder .ch-Domains und weitere 13,8 Prozent auf lokalisierte Pfade oder Subdomains. Die Auswertung zeigt damit einen hohen Anteil solcher Quellen. Sie belegt jedoch nicht, dass ein lokales URL-Signal allein die Zitationswahrscheinlichkeit erhöht. Auch Quellen ohne dieses Signal werden zitiert.
Welche Medien bei deutschen Anfragen häufig zitiert werden
Innerhalb der Kategorie News und Medien fallen Verbraucher-, Test- und Wirtschaftsmedien auf. Laut Otterly AI entfallen 4,2 Prozent der Medienzitationen auf Finanztip, 3,4 Prozent auf Chip, 3,3 Prozent auf Handelsblatt und 2,9 Prozent auf Test.de. Diese Werte beziehen sich auf Medienzitationen, nicht auf sämtliche Quellen. Die Auswertung zeigt, welche Angebote häufig vorkommen; sie belegt nicht, dass Testautorität wichtiger ist als Reichweite oder die Bekanntheit einer Medienmarke.
Verbände und Behörden: Unterschiedliche Gewichtung in Deutschland und den USA
Die Kategorie NGOs und Verbände stellt 8,9 Prozent der untersuchten deutschen Zitationen, gegenüber 5,3 Prozent in den USA. Behördenquellen erreichen dagegen in Deutschland 1,8 Prozent und in den USA 3,1 Prozent. Die Verbraucherzentrale und der ADAC gehören zu den genannten Verbandsquellen. Die Zahlen zeigen Unterschiede zwischen Quellengruppen; sie erklären nicht, welche einzelnen Eigenschaften zur Auswahl einer Quelle führen.
„Die Auswertung zeigt, wie stark Quellen mit deutschem Sprach- oder Regionalsignal die untersuchten KI-Antworten prägen.“ – Andi Schwantner, Co-Founder & CEO, ALL MEDIA AI
Andi Schwantner verfügt über 25 Jahre Erfahrung in Medien, Content und Unternehmenskommunikation mit Führungsverantwortung.
Reddit und YouTube: unterschiedliches Gewicht in beiden Märkten
Social- und Community-Plattformen tragen in Deutschland unterschiedlich stark zur KI-Sichtbarkeit bei. Laut OtterlyAI erreicht Reddit bei den untersuchten deutschen Anfragen 0,60 Prozent der Zitationen, gegenüber 1,79 Prozent in den USA – also rund ein Drittel des US-Anteils. YouTube liegt mit 1,99 Prozent in Deutschland und 1,75 Prozent in den USA näher beieinander. Die gesamte Kategorie Community und Foren erreicht in Deutschland 1,5 Prozent, in den USA 2,8 Prozent.
Wie sich der Anteil lokaler Quellen zwischen KI-Suchsystemen unterscheidet
Der Anteil zitierter URLs mit deutschem Sprach- oder Regionalsignal unterscheidet sich zwischen den untersuchten KI-Suchsystemen. Perplexity erreicht 75,2 Prozent, Claude 57,7 Prozent. Für Unternehmen spricht das dafür, ihre Sichtbarkeit in mehreren Systemen getrennt zu beobachten. Aus der Auswertung lässt sich jedoch nicht ableiten, dass ein einzelner Inhalt die Anforderungen aller Systeme gleichzeitig erfüllen muss oder kann.
KI-Sichtbarkeit: Unternehmensseiten als dominante Quelle
Unternehmensseiten sind im deutschen Markt die häufigste Zitationsquelle. GEO unterscheidet sich von SEO dadurch, dass nicht Suchmaschinen-Rankings optimiert werden, sondern die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, in den Antworten generativer KI-Modelle als Quelle zitiert zu werden. Unternehmensseiten stellen 57,2 Prozent aller Zitationen. Internationale Firmen erzielen über /de/-Pfade auf bestehenden Domains hohe Sichtbarkeit – ohne eigene .de-Domain. Wer das nicht strukturiert umsetzt, überlässt die Zitation dem Zufall.
„Lokalisierte Pfade und klar strukturierte, zitierfähige Inhalte sind wichtige Hebel für KI-Sichtbarkeit im deutschen Markt.“ – Dominik Rockenschaub, Co-Founder & CTO, ALL MEDIA AI
Dominik Rockenschaub verfügt über 25 Jahre Erfahrung in Softwareentwicklung, Informatik und KI-Architektur mit Führungsverantwortung.
Was die Studienergebnisse bedeuten
Die Ergebnisse liefern Unternehmen Orientierung bei der Auswahl und Aufbereitung ihrer Inhalte: Unternehmensseiten sind eine wichtige Quellengruppe, lokale URL-Signale treten häufig auf, und die Quellenanteile unterscheiden sich zwischen KI-Suchsystemen. Welche Maßnahmen die eigene Sichtbarkeit tatsächlich verbessern, muss jedoch anhand eigener Messungen überprüft werden. Die Studie untersucht weder den Einfluss von FAQPage-Markup noch die Wirkung bestimmter Satzstrukturen oder wiederholter Entitätsnennungen.
Häufige Fragen
Was ist Generative Engine Optimization?
Generative Engine Optimization ist die strategische Gestaltung von Inhalten mit dem Ziel, in den Antworten generativer KI-Modelle als Quelle zitiert zu werden. Sie unterscheidet sich von SEO dadurch, dass nicht Rankings, sondern die Zitationswahrscheinlichkeit optimiert wird. Grundlage sind Zitierfähigkeit, Entitätsdefinition und strukturierte Inhalte.
Welche Unterschiede zeigt die Studie zwischen deutschen und US-amerikanischen Anfragen?
Bei den untersuchten deutschen Anfragen verweisen 64,9 Prozent der Zitationen auf URLs mit deutschem Sprach- oder Regionalsignal. NGOs und Verbände haben einen höheren Anteil als in den USA, während Behördenquellen und Community-Angebote dort stärker vertreten sind. Die Untersuchung beschreibt diese Unterschiede, weist aber ihre Ursachen nicht abschließend nach.
Wie unterscheidet sich ALL MEDIA AI von klassischen Agenturen?
ALL MEDIA AI ist eine Plattform-Infrastruktur, die Inhalte systematisch für die Zitation durch KI-Modelle optimiert, statt projektbasiert einzelne Texte zu liefern. Sie erzeugt eigenständig zitierbare Sätze, konsistente Entitätsdefinitionen und FAQ-Blöcke und legt damit die Basis für die Zielmodelle.
Brauchen internationale Firmen eine eigene .de-Domain?
Nein. Internationale Firmen erzielen laut OtterlyAI auch über /de/-Pfade auf bestehenden Domains hohe Sichtbarkeit. Lokalisierte URLs liefern ein Regionalsignal, das KI-Suchmaschinen im deutschen Markt positiv gewichten.
Zentrale Erkenntnisse
Der AI Search Index für Deutschland von OtterlyAI zeigt deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten deutschen und US-amerikanischen Anfragen. Bei den kaufnahen deutschen Anfragen tragen 64,9 Prozent der zitierten URLs ein deutsches Sprach- oder Regionalsignal. Unternehmensseiten stellen mit 57,2 Prozent die größte Quellengruppe. Innerhalb der Medienquellen fallen Verbraucher-, Test- und Wirtschaftsmedien auf. NGOs und Verbände haben einen höheren Anteil als in den USA, und der Anteil lokaler Quellen unterscheidet sich zwischen den KI-Suchsystemen. Für Unternehmen liefern diese Ergebnisse Ansatzpunkte zur Überprüfung ihrer Inhalte und ihrer tatsächlichen KI-Sichtbarkeit – aber keinen Nachweis für eine universelle Optimierungsformel. ALL MEDIA AI verfolgt den Ansatz, Unternehmenscontent zentral zu organisieren und für die Nutzung in digitalen Such- und Antwortsystemen aufzubereiten.
Zur Einordnung: Die Untersuchung analysiert rund 3,95 Millionen Zitationen aus sieben KI-Suchsystemen. Grundlage waren etwa 100 kaufnahe Fragen pro Branche in 16 Branchen. Der Erhebungszeitraum reichte vom 16. August bis zum 28. September 2026. Die Ergebnisse beziehen sich auf diese Stichprobe.
Quellen
- Otterly AI, German AI Search Index, Update 5. Oktober 2026